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Schmuckherstellung

Wenn ich an einem Stück arbeite, denke ich immer daran, wie es sich in zehn, zwanzig Jahren anfühlen wird.

Dabei beginne ich mit einer Skizze: entweder auf Papier oder gleich auf Wachs. Über mehrere Tage bis Wochen hinweg, experimentiere ich mit Maßen und Proportionen, und trage Prototypen selbst, um zu testen, ob sie wirklich alltagstauglich sind. Ich denke auch viel darüber nach, wann und wo die Person das Schmuckstück tragen wird. All das ist entscheidend, wenn ein Stück wirklich Jahrzehnte getragen werden soll.

Die Muster in meiner Arbeit sind inspiriert von Dingen aus meiner Kindheit und meinen Reisen durch Asien. Sie werden ins Wachs geschnitzt, bevor das Stück gegossen wird, und bleiben dadurch immer ein Teil des Metalls.

Warum Texturen?

Matte Oberflächen haben für mich eine ganz besondere Ausstrahlung. Sie verleihen dem Schmuck etwas Zeitloses, fast Nostalgisches – leider halten sie das nicht ewig durch: Nach ein paar Monaten bis Jahren des Tragens schleifen sie sich ab. Also suchte ich nach einer Alternative und fand sie in Texturen, die direkt ins Metall eingraviert sind. Sie überdauern Jahrzehnte, ohne nachpoliert werden zu müssen.

Ich fertige nur in kleiner Stückzahl an

Ich war noch nie ein Fan von Überproduktion, vor allem wenn darunter die Qualität leidet. Meine Arbeit ist für Menschen, die Wert auf Nachhaltigkeit und durchdachtes Design legen – auf Schmuck, der über Jahre hinweg Bestand hat, statt nach kurzer Zeit ersetzt werden zu müssen.

Meine Schmuckstücke entstehen durch das Wachsausschmelzverfahren

Eine traditionelle Gießtechnik, mit der ich wunderliche Figuren in Wachs modellieren und gießen lassen kann. In der Gießerei wird aus meiner Figur eine Hohlform erstellt, in die anschließend das Edelmetall gegossen wird. Das Wachs schmilzt dabei vollständig auf – daher der Name „Lost Wax Casting". Was zu mir zurückkommt, ist ein Rohling, der von talentierten Goldschmieden und Edelsteinfassern poliert und mit Steinen besetzt wird.